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Erfahrung, die sich lohnt: Der Klavierspieler benötigt eine gleichmäßige, exakte Spielart und einen ihm angenehmen, durch verschiedenen Tastenanschlag differenzierbaren Klang. Dies zählt vor allem Anderen, ein angenehmes Äußeres ist (nur oder gerade) die Abrundung als Ganzes. Aber was ist besonders gut? Was ist zu tun? Vieles (alles) ist "alt" und könnte bearbeitet werden ...
Wir stellen uns diesem Anliegen. Die Reparatur eines alten Klaviers ist eine schwierige Facharbeit. Schon die Entscheidung über Notwendigkeit und Effekte bestimmter Arbeiten ist keine nebenbei zu erledigende Aufgabe. Wir verzichten bei der Überholung des Klang- und Spielapparates auf Arbeiten, die verkaufsfördernd sein mögen, aber technisch oder akustisch keine (wesentliche) Verbesserung bringen. Nicht in jedem Fall müssen alle Saiten erneuert werden. Dadurch bleibt mehr Zeit für klang- und spieltechnisches Bearbeiten.
Einige Beispiele unserer Arbeitsweise:
Bei einer Reparartur ist stets eine umfassende Bearbeitung der Hammerköpfe in der Werkstatt erforderlich. Dabei ändert sich immer das Niederdrückgewicht der Tasten zueinander und absolut zum Neubauzustand. Dieses Spielgewicht muss für eine sehr gute Spielart bei jeder Reparatur neu eingestellt werden, und außer bei weniger hochwertigen Instrumenten oder kleineren Reparaturen führen wir diesen Arbeitsschritt aus. Wir haben im Jahr 2001 einen Steinway-Konzertflügel aus den 50-er Jahren repariert. Das Tastengewicht wurde nie an die neuen Gewichtsverhältnisse angepasst, obwohl der Flügel mehrfach spieltechnisch überarbeitet wurde! Dadurch gingen die Tasten im Bass viel zu leicht zu drücken, kamen dann aber nur langsam wieder hoch. Ein schneller erneuter Anschlag war kaum möglich.
Beim Erneuern der Saiten eines Klaviers gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten, die Stärke der neuen Saiten zu bestimmen:
Bei der ersten Variante klingt das Klavier am ähnlichsten zum Ursprungsklang. Dies ergibt aber wegen der heute üblichen höheren Stimmhöhe eine deutliche Mehrbelastung der Saiten (Reißgefahr), der Stimmwirbel (Lockerung), des Eisenrahmens (Bruchgefahr) und des Resonanzbodens (mehr Kraft zum Flachdrücken).
Bei der zweiten Variante klingt das Klavier am unähnlichsten zum Ursprungsklang.
Bei der dritten Variante klingt das Klavier sehr ähnlich zum Ursprungsklang. Hier wird die Gesamtzugkraft der Saiten etwas herabgesetzt, so dass sie weniger Spannkraft haben als die Saiten bei Variante 1. Einzelne, besonders stark ausgelastete Saiten müssen mehr in der Belastung zurückgenommen werden, aber nur so, dass die Charakteristik des Herstellers nicht verwischt wird.
Wir wenden die erste Variante bei modernen (etwa ab Baujahr 1960) sowie sehr alten Instrumenten, bei allen Steinway&Sons-Modellen und bei Teilreparaturen an, die zweite gar nicht. Vielmehr bearbeiten wir ältere Instrumente entsprechend der dritten Variante.
Eine Reparatur in unserer Werkstatt kann jederzeit durch den Auftraggeber besichtigt werden. Nur Außenarbeiten wie Lackierungen werden an eine andere Firma vergeben. Es gibt nichts zu verbergen: Subunternehmer, Augen-zu-und-durch-Arbeitsweisen usw.
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